Niederrheinische Radwandertag 2015 von Seltsam

Um kurz vor 10 Uhr traf ich heute morgen am Großen Markt in Rheinberg ein, wo Jochen bereits auf den Start wartete, da er möglichst zügig nach Moers ins Fiddlers auf ein Black and Tan wollte. Mich sollte es zunächst nach Wesel ziehen. Im Vergleich zu den Vorjahren waren nur wenige Radler am Start dabei, viele waren wohl noch wegen des Wetters unsicher, zumal es wohl im Radio eine Unwetterwarnung gegeben haben soll, nach der zum Zuhause bleiben aufgefordert wurde. Da mein Rad wegen einer gerissenen Felge in Reparatur ist, fuhr ich mit dem Rad meines Bruders, dessen Rahmen mir eigentlich einen Tick zu klein ist, welches ich aber einen Tag zuvor noch weitgehenst passend eingestellt hatte.

Die App Regenradar hatte zwar einige kleinere aber durchaus heftige Regenwarnungen, diese schienen aber meist südlich von Rheinberg zu verlaufen, weshalb ich die Route Richtung Norden gewählt hatte. So ging es zuerst nach Ossenberg und dann immer am Deich entlang zur Weseler Rheinbrücke. Rund einen Kilometer vor der Wacht am Rhein bei Büderich fing es dann kräftig an zu regnen. Bis zur Rheinbrücke war ich nass, aber die Luft war nun deutlich klarer und es war ein angenehmes Fahren. Weiter ging es zum Markt in Wesel, wo ich meinen ersten Stempel abholte. Weiter fuhr ich zur Weseler „Rheinpromenade“ und von dort weiter nach Norden zur Bislicher Fähre.

Ich ließ mich nach Xanten übersetzen und wollte nun zum Xantener Hafen, da ich irrigerweise glaubte, dass dort der Start und Zielpunkt Xantens sei. Als ich die Fähre verlassen hatte und wieder losfuhr, bemerkte ich, dass sich mein Hinterrad schwammig anfüllte. Es schien, als hätte es Luft verloren. Ich fuhr zu einem Freund in Beek, wir pumpten das Hinterrad auf 5 bar auf und quatschten bei einem Kaffee über die Xantener und Rheinberger Lokalpolitik und genossen dabei das schöne Wetter. Eine erneute Überprüfung bestätigte, dass das Hinterrad Luft verlor. Ich fuhr nun zum Xantener Startpunkt, der wie in den Vorjahren am Xantener Markt aufgebaut war, zuvor war ich aber unnötigerweise am Xantener Hafen vorbei gefahren. Nachdem ich mir den Xantener Stempel geholt hatte (bzw. eine neue Karte bekam, da die Rheinberger Karte in die Tombolabox ging), fragte ich nach einer Möglichkeit einen platten Reifen geflickt zu bekommen. Man verwies mich sofort auf einen Fahrradstand der Firma Zweirad Reineke aus Xanten. Ich bat um Hilfe und bekam sie auch umgehend. Leider hatte ich nur Kleingeld bei mir und auch keine Ausweispapiere. Dennoch half man mir  ohne zu zögern. Keine 20 Minuten später war der Schaden behoben (ein Dorn hatte einen Weg bis zum Schlauch gefunden). Ich bekam eine kleine Rechnung, die ich mittlerweile überwiesen habe und nach einem kleinen Plausch ging es weiter. Mein nächstes Ziel war Sonsbeck. Ich wählte aber nicht den direkten Weg von Xanten über die Sonsbecker Schweiz sondern fuhr einen kleinen Umweg Richtung Labbeck. Ich hatte wegen der Sonne und der doch für den Niederrhein heftigen Steigung vor Sonsbeck einen Weg im Schatten des Tüschenwaldes geplant. Leider stellte sich bei einem heftigen Bremsmanöver (danke lieber rücksichtslose Autofahrer) mein Hinterrad so quer, dass es dauerhaft blockierte. Ich brauchte einige Zeit um das Hinterrad neu auszurichten und fluchte über diese Arbeit an einer Stelle, wo es keinen Fußgänger- oder Radweg gab und die Autofahrer nur wenige Zentimeter an einem vorbeirauschten. Schließlich hatte ich es geschafft und konnte weiterfahren. Ohne Zwischenfälle fuhr ich nun die restlichen Kilometer im Schatten der Bäume nach Sonsbeck. Dort holte ich mir einen weiteren Stempel und konnte mir erst einmal die dreckigen Hände waschen. Mein nächstes Ziel war Alpen und komoot führte mich nun auf Wege, die ich kaum kannte, die aber angenehm zu fahren waren. Sonnige Passagen wechselten sich mit Schattigen ab. In Alpen am Rathausplatz angekommen holte ich mir meinen nächsten Stempel und lehnte dankbar das Angebot ab, meine Karte in die Lostrommel zu werfen. Ursprünglich hatte ich zwar eingeplant, nun weiter nach Kamp-Lintfort zu fahren, aber die Uhrzeit lies mich umdenken. Es war nun knapp 15:15 Uhr. Ich begann müde zu werden. Ich strich den Plan mit Lintfort und die Eckdaten in der Komoot-App (was sie mir wohl übel nimmt) und fuhr auf direktem Weg nach Rheinberg zum Marktplatz. Ich merkte, dass die Entscheidung richtig war, als ich in Millingen erste Muskelkrämpfe bekam. In Rheinberg warf ich die Karte in die Box und beeendete die Aufzeichnung mit komoot. Jetzt rd. drei Stunden später will komoot die Daten immer noch für den Upload vorbereiten, hat aber einen teil der Strecke und Fotos bereits veröffentlich…….Seltsam eben.

Nachtrag:

Nach einem Neustart des Smartphones hat endlich der Upload der Daten funktioniert. Hier also meine Tour bei komoot: https://www.komoot.de/tour/5663742?ref=wtd-fb

Homepage von Zweirad Reineke in Xanten:
http://www.zweirad-reineke-xanten.de/service-verleih.html

Nochmals vielen Dank für die schnelle und unkomlizierte Hilfe.

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2 Gedanken zu „Niederrheinische Radwandertag 2015 von Seltsam

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